WIZO

WIZO

07.02.2019, Löwensaal, Nürnberg

Der WIZO kommt in der Stadt und so erklomm man trotz Minusgraden und Blitzeis die Anhöhe hinauf zum ausverkauften Löwensaal. Dort angekommen heißt es erstmal Blockabfertigung an der Eingangstür. Sicherheit geht vor – klar.
Rasch sich noch mit einem schnellen Hellen bewaffnen geht es so passend gerüstet zu Turbobier, die österreichische Vorband des Abends. Die Jungs erweisen sich mit ihrem Wiener Schmäh und fetter Eigenwerbung auf Bier und Brille als solider, überzeugender Einheizer. Bei ihrem Helene-Fischer-Cover „Arbeitslos durch den Tag“ singt sofort der halbe Saal brav mit.

Nach einer kurze Umbauphase, welche die Turbobiere nahezu im Alleingang bewältigen, betritt das Trio vom WIZO das Feld. Der Opener „Hey Thomas“ entzündet sofort die Stimmung des gut vorgeglühten Saals. Es wird geschubst, gepogt und gesprungen – aber alles in nett und rücksichtsvoll. Es folgen die Mitsingnummern „Seegurke“ und „Nana“. Die Securitys bringt das ordentlich zum Schwitzen. Diese pflücken nach und nach vorgesurfte Fans von den tragenden Händen der Menge herunter. Die Stimmung ist grandios. So nehmen zwei launige Stunden ihren Lauf in der uns Axel Kurth durch die Bandgeschichte führt, begleitet vom Drummer Alex Stinson und dem springlustigen Basser Ralf Dietel.
Passend zur Tour „Schönheit des Verfalls“ zieren zwei riesige Fotos von Axel’s Dackel Lily den Boden. Links als Welpe und rechts als Greisin. Wobei Axel als einer der Gründungsväter passender Weise sich auf dem Abbild des alten Hundes verausgabt. Mit ihren Punkrock-Hits wie „Das goldene Stück Scheiße“ und „Kopfschuss“ geht der Spaß weiter und bei „Apocalypso“ gibt es sogar in eine kleine Polonäse. Egal wenn dabei der ein oder andere Zacken vom Iro einen Knick abbekommt.

Politische und sozialen Statements zwischen Songs wie „Antifa“ und „Ganz klar gegen Nazis“ dürfen natürlich genauso wenig fehlen. Die „Nazis raus!“-Rufe der Fans muss die Band dann doch abwürgen um die Show weiter führen zu können.
Nach einer kurzen Verschnaufpause und fünf starken Zugabenummern („Raum der Zeit“, „Geisterfahrer“, „Der lustige Tagedieb“, „Meine Wut“ und „die letzte Sau“) verabschieden sich WIZO von ihrer abgekämpften Fangemeinschaft.

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